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Produktionsfachkraft Chemie

Berufsausbildung

Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz, der zum 1.8.2005 neu geschaffen wurde. Das Berufsbild „Produktionsfachkraft Chemie“ löst den bisherigen Beruf „Chemiebetriebswerker/-in“ ab.
Die Ausbildung dauert 2 Jahre und findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt. Die Ausbildungsinhalte orientieren sich an Inhalten der ersten 24 Monate der Berufsausbildung „Chemikant/-in“, wobei die theoretischen Anforderungen zugunsten erhöhter Praxisanteile reduziert wurden.

Berufsfeld

Produktionsfachkräfte Chemie bedienen nach Anweisungen die Anlagen zur Herstellung und Verarbeitung von Produkten. Produktionsfachkräfte Chemie verfügen über Qualifikationen auf dem Gebiet der Verfahrens-, Produktions- und Anlagentechnik. Sie überprüfen die Apparaturen, kontrollieren Druck, Temperatur und Durchfluss und füllen Chemikalien in Kessel und Behälter. Sie setzen fachliche Kompetenz, ihre Zuverlässigkeit und gute Beobachtungsgabe ein, um zu einer umweltgerechten und sicheren Produktion beizutragen.

2-jährige Berufsausbildung

1. AusbildungsjahrZwischenprüfung zu Beginn des 2. Ausbildungsjahres
2. AusbildungsjahrAbschlussprüfung

Tätigkeiten

  • Überprüfung und Wartung von Apparaturen
  • Kontrollgänge im Betrieb
  • Einfüllen von Chemikalien in Kessel und Behälter
  • Anfahren und Überwachen von kontinuierlichen Produktionsanlagen
  • Durchführen von verfahrenstechnischen Grundoperationen
  • Kontrolle von Messwerten wie Druck, Temperatur, Durchfluss
  • Probenentnahme zur Überprüfung der Produktqualität
  • Arbeitsort sind die Produktionshalle, Außenanlagen und Messwarten

Berufsausübung (ausgewählte Merkmale)

Nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung stehen Ausübungsmöglichkeiten in allen Bereichen der chemischen Industrie sowie verwandter Industrien (z.B. Kautschuk- oder Kunststoffindustrie) offen. So kann z.B. in Unternehmen der Grundstoffindustrie und in Produktionsbetrieben zur Herstellung von Arzneimitteln, Kunstfasern, Farben und Lacken, Pflanzenschutz- und Düngemitteln, Kosmetika und Waschmitteln gearbeitet werden. Daneben bestehen auch in der Mineralöl- und Baustoffindustrie Einsatzmöglichkeiten.

Manche Produktionsverfahren laufen kontinuierlich ab und dulden keine Unterbrechung. Dementsprechend müssen Anlagen z.T. rund um die Uhr gefahren werden. Produktionsfachkräfte arbeiten daher häufig in Wechselschicht, auch nachts und am Wochenende.

Berufliche Weiterbildung

Qualifizierungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten:

Teilnahme an Lehrgängen, Kursen oder Seminaren, z.B. über Mess- und Regelungstechnik, Prozessautomatisierung, Hydraulik, Pneumatik, Prüf- und Schutzbestimmungen an elektrischen Anlagen, Unfallverhütungsvorschriften oder Qualitätssicherung.

Aufstiegsfortbildung (nach entsprechender Berufspraxis):

Möglich ist z.B. ein erweiterter Berufsabschluss Chemikant/-in, Industriemeister/-in Chemie, Techniker/-in Chemietechnik.

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