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Pharmakant/-in

Berufsausbildung

Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Die dreieinhalbjährige Ausbildung findet im Wesentlichen im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung der Ausbildungsdauer möglich.

Berufsfeld

Pharmakanten sind im Bereich der Herstellung und Verpackung von Arzneimitteln tätig. In der pharmazeutischen Produktion erfüllen sie eine verantwortungsvolle Aufgabe: Sie setzen ihre fachliche Kompetenz, ihre Zuverlässigkeit und gute Beobachtungsgabe ein, um zu einer umweltgerechten und sicheren Produktion von Arzneimitteln beizutragen. Die Messwarte sowie die Fertigungsanlagen gehören zu den Arbeitsplätzen der Pharmakanten.
So kontrollieren sie den Fertigungsprozess, der elektronisch gesteuert, geregelt und überwacht wird. Mit schneller Auffassungsgabe müssen die Pharmakanten eventuellen Störungen im Produktionsprozess zuvorkommen. Optimale Funktion der Anlagen und hohe Qualität der Arzneimittel, Ampullenlösungen, der Wirkstoffe und Präparate müssen im Einklang mit der Arbeitssicherheit und dem Umweltschutz stehen.

3,5-jährige Berufsausbildung

1. Ausbildungsjahr 
2. AusbildungsjahrTeil 1 der Abschlussprüfung vor dem Ende des 2. Ausbildungsjahres
3. Ausbildungsjahr 
4. AusbildungsjahrTeil 2 der Abschlussprüfung

Tätigkeiten

  • Herstellen von festen Arzneimitteln durch Pulverisieren, Granulieren, Tablettieren
  • Herstellen von flüssigen Arzneimitteln durch Dispergieren und Extrahieren
  • Verpacken der Arzneimittel
  • Überprüfung, Reinigung und Wartung von Apparaturen und Behältern
  • Einfüllen von Wirkstoffen in Kessel und Behälter
  • Kontrolle von Messwerten wie Druck, Temperatur, Durchfluss
  • Probenentnahme zur Überprüfung der Produktqualität
  • Führen von Protokollbüchern über den Prozessverlauf

Berufsausübung (ausgewählte Merkmale)

Nach erfolgreich abgeschlossener Abschlussprüfung stehen Ausübungsmöglichkeiten in allen Bereichen der pharmazeutischen Industrie wie Arzneimittelfertigung, Arzneimittelentwicklung, in der Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung zur Auswahl.

Berufliche Weiterbildung

Qualifizierungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten:

Teilnahme an Lehrgängen, Kursen oder Seminaren, z.B. über Industrieelektronik, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit.

Aufstiegsfortbildung (nach entsprechender Berufspraxis):

z.B. Industriemeister/-in der Fachrichtung Pharmazie oder Chemie, Techniker/-in der Chemie-, Verfahrens- oder Umwelttechnik.

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