Chemie: Für eine bessere Zukunft

In der Chemiebranche zu arbeiten, bedeutet heute mehr denn je, Lösungen zu erarbeiten, die unsere Zukunft gesünder, umweltfreundlicher und bequemer, die unsere Zukunft einfach besser machen.
Beispiel Energie
Der globale Klimawandel ist in aller Munde. Endliche Ressourcen wie Kohle, Gas und Öl werden knapper, Strom- und Kraftstoffpreise steigen. Hier hilft die Chemie, andere erneuerbare Energiequellen zu erschließen. So werden Autos heute nicht nur mit Benzin und Diesel angetrieben, sondern auch mit Biogas, das aus Holzschnitzeln (Biomasse) gewonnen wird, mit Wasserstoff in Brennstoffzellen sowie auch mit Strom in sogenannten Hybridmotoren. Hinter all diesen Entwicklungen steckt auch Chemie. Sie senkt den Energiebedarf zum Vorteil unserer Umwelt. Ohne die chemische Forschung und die neuen Ideen aus den Chemielaboratorien wären wir mit unseren Energievorräten schon bald am Ende.
Beispiel Gesundheit
Eines der wichtigsten Zukunftsfelder der Chemie ist die Biotechnologie. Stichwort Gentechnik: Hier werden kleinste Organismen genetisch so verändert, dass sie erwünschte Eigenschaften aufweisen, um ein wichtiges Produkt, wie z.B. Insulin (ein Hormon und Impfstoff bei Zuckerkrankheit) herzustellen. Bereits heute kommt jedes zweite neu zugelassene Medikament aus den Laboren von Biotech-Unternehmen. Davon profitieren die Menschen nicht nur aufgrund der neu geschaffenen Arbeitsplätze, sondern auch als Patienten rund um den Globus. Die Chancen steigen, dass ihre Krankheit früh erkannt und mit den neuen Medikamenten und Impfmitteln schnell behandelt werden kann.
Beispiel Nanotechnologie
Die Nanotechnologie ist für die Chemie ein wichtiges Zukunftsfeld. Benannt nach dem griechischen Wort nanos für Zwerg führt die Zwergenwissenschaft Erkenntnisse aus allen Naturwissenschaften zusammen. Nanowissenschaftler bauen Maschinen und Materialien nach, wie es die Natur selbst tut: Atom für Atom. Nano ist dabei die Dimension, die ein Atom hat. Ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter, ungefähr 2.000-mal dünner als ein Haar.
Die Nanotechnologie bietet im Bereich Oberflächenschutz ungeahnte Möglichkeiten in der gewerblichen und privaten Anwendung: Ob Kunststoffe, Glas, Metall, Textilien, Lacke, Naturstein, Beton, Fassaden, Holz oder Keramik: Sie alle werden durch die Beschichtung vor Verschmutzung geschützt und bleiben für Wasser undurchlässig.
Schon seit Jahren machen uns Produkte der chemischen Nanotechnologie das Leben leichter. Beispiel sind selbstreinigende Glasscheiben, Dachziegel, kratzfeste Kunststoff-Brillengläser oder Autolacke.
Fazit
Die Beispiele zeigen: Chemie gestaltet unsere Zukunft, fasziniert durch intelligente Ideen und entwickelt sich in vielen Lebensbereichen zum Problemlöser im Dienste der Menschheit. Das sollte Motivation genug sein, die Chemie als Arbeitsfeld zu entdecken und hier eine Ausbildung zu starten!

